„Die Macht der Clans“: Spiegel TV Video Reihe zur Kriminalität in Berlin

Über Clan-Kriminalität in Berlin habe ich schon berichtet, hier im Artikel: Familienclans bedrohen Berlin. Jetzt kam die Serie bzw. Doku von Spiegel TV „Die Macht der Clans“. Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Ein Film von Claas Meyer-Heuer und Thomas Heise. Hier findest du jetzt alle 6 Teile von „Die Macht der Clans“: „Arafat Abou-Chaker“ über „Familie Rammo“ bis „Alte Bekannte“. Quelle: Spiegel TV Youtube.

„Arafat Abou-Chaker“ – Doku Teil 1

Spiegel TV: „Auf den Straßen deutscher Großstädte tobt ein Machtkampf: Kriminelle arabisch-stämmige Clans haben in Berlin, Bremen, Dortmund oder Essen über Jahre Großstadtkieze erobert – und kaum jemand hat sie aufgehalten. Der erste Teil der Dokumentation dreht sich um Arafat Abou-Chaker, der jahrelang mit Rapper Bushido millionenschwere Geschäfte machte. Jetzt treffen sich beide vor Gericht.“

„Regeln der Großfamilien“ – Doku Teil 2

Spiegel TV: „Kriminelle Clans und ihre Imperien sind mittlerweile zu einer Bedrohung für die deutsche Zivilgesellschaft geworden. Es haben sich Parallelgesellschaften etabliert, die nicht zu kontrollieren sind, in denen nicht mehr die Gesetze Gültigkeit haben, sondern nur noch das Recht der Stärke.“

„Staatsversagen“ – Doku Teil 3

Spiegel TV: „Mahmoud Al-Zein war mal der ‚Pate von Berlin‘. An seiner kriminellen Biographie zeigt sich exemplarisch das Versagen des Rechtsstaates im Umgang mit arabischen Großfamilien. Zwar gab es immer wieder kleine Nadelstiche der Polizei gegen kriminelle Clans. Dennoch konnten die ihre Macht und ihren Einfluss in der Schattenwelt ständig weiter ausbauen.“

„Familie Rammo“ – Doku Teil 4

Spiegel TV: „Für erfahrene Ermittler sind die Rammos der kriminellste Clan schlechthin. LKA-Fahnder bezeichnen sie auch als „Einbrecher-Familie“. Spektakulär war der Raub einer Goldmünze aus dem Bode-Museum. Mehrere Familienmitglieder wurden verurteilt.“

„Alte Bekannte“ – Doku Teil 5

Spiegel TV: „Eine spektakuläre Razzia im Großfamilien-Milieu. In Berlin-Spandau wird die Wohnung eines berüchtigten Clan-Mitglieds durchsucht. Sie gehört zu Abdulkadir Osman, Spitzname: Tyson Ali. Außerdem: Neues zu Arafat Abou-Abou Chaker und seinem Rechtsstreit mit Rapper Bushido.“

„Mein Sohn hat nicht kriminell“ – Doku Teil 6

Spiegel TV: „Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Clan-Mitgliedern stehen auf der Tagesordnung: wie auch beim Tod von Nidal Rabih. Der Täter ist noch immer nicht gefasst, obwohl seine Identität offenbar bekannt ist. Außerdem: wie Clan-Mitglieder als „falsche Polizisten“ ältere Menschen ausnehmen.“

LKA Bericht: „Importierte Kriminalität“

Wenn das zweite, dritte, vierte und fünfte Kind straffällig wird, wird das sechste, siebte und achte Kind auch straffällig. Grenzen gibt es keine. Auf der Beerdigung des schwer Kriminellen tauchten viele Kriminellen Größen auf. Auch der von A. Bereit seit 20 Jahren wartet er auf seine „Abschiebung“, trotzdem lebt er hier 2003 gibt er Spiegelt TV ein Interview. „Ich hab vor niemanden Angst. Ich habe vor niemanden Angst, nur vor Gott. Ich weiß nicht was Angst ist“. Schon damals gelingt es den Beamten kaum die arabischen Groß Clans unter Kontrolle zu halten.

Bei Aktionen werden dutzende Personen durchsucht. Bei nur einer Kontrolle sind 26 von 28 Personen extrem Straffällig. Über 300 Straftaten kommen auf die Personen zurück. Eine Aktion mit Aussagen die schon früher beim LKA in einem Bericht über 50 Seiten festgehalten: „Importierte Kriminalität“

Noch heute ermittelt die Polizei (in der selben Familie) um einen der spektakulärsten Banküberfälle. Nachts lehrten die Räuber über 5 Stunden die Kassen der Sparkasse. Seither stockt die Familie ihren Besitzt in Berlin mit Immobilien auf.

Schwierigkeiten in der Politik: 10 Familien, 80% Arbeit

„Arabische Clans“ sind ein Teil von Berlin. Wie viele Personen genau zu den 10 Familien gehören, von denen angenommen wird, dass sie verschiedene Gebiete in Berlin „leiten“, wobei die Schätzungen von einigen hundert bis 8.000 oder sogar 10.000 über ganz Deutschland verteilten Verwandten reichen.

Wie in „Familienclans bedrohen Berlin“ berichtet, finanzieren sich die Clans vor allem auf Drogenhandel und Prostitution. Sie rauben, stehlen, teilweise spektakulär. So brachen sie 2009 in Deutschlands berühmtestes Kaufhaus ein, das KaDeWe. Sie erbeuteten Schmuck im Wert von rund 7 Millionen Euro, der nie gefunden wurde. Wenig später wurde eine 3,75 Millionen Euro (4,3 Millionen Dollar) Goldmünze aus dem Berliner Bode Museum gestohlen, nur 100 Meter Luftlinie von der Angela Merkels Wohnung. Rund 300 Beamte durchsuchten daraufhin 14 verschiedene Grundstücke in Berlin. Von der Münze selbst gibt es keine Spur, und die Polizei geht davon aus, dass sie längst zerstückelt und weiterverkauft worden ist.

Woher kommen die Clan? Beispiel Libanon 1970

Quelle: DW (Auszug: Wie Clans funktionieren)

Die meisten libanesischen Einwanderer aus Berlin kamen Ende der 1970er und 1980er Jahre als Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Libanon, andere Clans stammen ursprünglich aus dem Südosten der Türkei und haben heute oft keine feste Staatsangehörigkeit.

„Sie haben unterschiedliche Status und schreiben ihre Familiennamen unterschiedlich, so dass es sehr schwierig ist, irgendwelche Zahlen zu schätzen“

So Ralph Ghadban, ein libanesischer Sozialarbeiter, gegenüber der Deutschen Welle.

„Manchmal sind sie staatenlos, einige von ihnen haben türkische Pässe. Viele der anderen, von denen man ausgehen kann, haben die libanesische Staatsbürgerschaft, aber sie wollen ihre Pässe nicht abholen – warum sollten sie auch? Damit sie abgeschoben werden?“

Weiter ergänzt Ghadban gegenüber DW, er habe den deutschen Staat seit 30 Jahren vor diesem organisierten Verbrechen gewarnt, und erst jetzt würden die europäischen Polizeikräfte aufwachen. „Die staatlichen Behörden, Polizei und Justiz, sind blind dafür“.

Tom Schreiber, sozialdemokratischer Abgeordneter im Berliner Landtag, ist damit keineswegs einverstanden: „Es ist sicher nicht wahr, dass dieses Problem nicht wahrgenommen und ernst genommen wird – dafür wurde vor mehr als zehn Jahren eine Spezialpolizei eingerichtet, und es gibt einen spezialisierten Staatsanwalt für dieses Thema“, sagte Schreiber der DW.

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.