Mohammed-Karikaturen: Geschichtslehrer (47) in Paris enthauptet + Liste Terror Anschläge Frankreich

Religion als Legitimierung – 74% der unter 25-jährigen Muslime stellt die religiösen Regeln vor die, der französischen Verfassung. Nicht nur Deutschland hat ein Problem mit dieser extrem religiösen Gruppe, auch Frankreich. Eine weitere unglaubliche Szene spielte sich die Woche in Frankreich hab. „Lehrer enthauptet – Täter lebte als Flüchtling in Frankreich“ titelt heute die Welt. Warum? Laut verschiedener Medien-Angaben zeigte der Lehrer Anfang Oktober, im Rahmen der Debatte über Meinungsfreiheit und die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen der Satirezeitung „Charlie Hebdo“, im Unterricht entsprechende Zeichnungen. Der Vater eines Schülers begann daraufhin in sozialen Netzwerken zu hetzen. Jetzt wurde der 47-jährige Geschichtslehrer enthauptet.

Geschichtslehrer enthauptet wegen Mohammed-Karikaturen

Das Opfer ist ein 47-jähriger Geschichtslehrer. Er hat diverse Wunden an Oberkörper und direkt am Kopf. Er wurde enthauptet aufgefunden. Er sei gerade auf dem Weg nach Hause von der Schule gewesen. Der Täter habe ihm aufgelauert. Laut WELT fand die Polizei in der Nähe des Tatorts (Vorort Conflans-Sainte-Honorine) ein rund 30 Zentimeter langes blutverschmiertes Messer.

Die Bild berichtet: „Der Vorfall ereignete sich am späten Freitagnachmittag in der Nähe einer Schule in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris. Nach Angaben von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (42) handelt es sich ‚eindeutig‘ um einen ‚islamistischen Terroranschlag‘.“ Wie die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft erklärte, lebte Abdullah A. seit dem Frühjahr mit einem Flüchtlingsstatus in Frankreich.

Augenzeugen zufolge soll der Angreifer „Allahu Akbar“ (auf Arabisch: „Gott ist groß“) gerufen haben und mit einem Küchenmesser bewaffnet gewesen sein. Diese Angaben werden derzeit geprüft. – so BILD

Tat und Vorgeschichte in kurz: Ablauf

Die Geschichte ist lang und zog sich über Woche. Hier in kürze alle Fakten:

  1. Geschichtslehrer wollte liberale Werte im Unterricht vermitteln
  2. Im Unterreicht ging es um Karikaturen von Religionen (Jesus, Mohammed, Hindi, usw.); natürlich wurden muslimische Schüler freigestellt (gerade sie, müssen Toleranz lernen, wie das unmittelbare Beispiel zeigt)
  3. Vater eines Schülers startet hetze in sozialen Medien
  4. Täter (18 Jahre) wird auf den Lehrer aufmerksam
  5. Am 18.10.2020 stirbt der Geschichtslehrer in den Straßen von Paris (enthauptet)

Haltet euch fest. Alle muslimischen Schüler wurden sogar von Unterricht freigestellt. Nicht (!) Christen, Juden, Hindi, whatever. Dabei sollten doch alle „gleich“ sein, ganz nach den französischen Werten „Liberté, Egalité, Fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit)… nein doch nicht.

Das heißt, sie mussten sich die Fotos nicht einmal ansehen! Der Mann starb, obwohl er den muslimischen Schülern angeboten hat, diese Unterrichtsstunde frei zu machen. Er starb, obwohl er sogar extra einen Sozialarbeiter für diese Unterrichtsstunde eingebunden hatte. Wir sollten alle noch toleranter und rücksichtsvoller sein!

Am 18.10.2020 wurde der 47-jährige Geschichtslehrer inmitten von Paris enthauptet.

Im Vorfeld wetterte insbesondere ein Vater in den sozialen Netzwerken gegen den Geschichtslehrer. Er verunglimpfte den 47-jährigen, bezichtigte ihn der Pornografie, sagte er sein ein Verbrecher. Er veröffentlichte seinen vollen Namen, auch seine offizielle Adresse. Das macht er so lang, bis der 18-jährige Täter auf den Geschichtslehrer aufmerksam wurde. Sein Todesurteil.

74% der unter 25-jährigen Muslime stellt die religiösen Regeln vor die, der französischen Verfassung.

Frankreich, das Land, welches wie kein anderes für „Gleichheit“ steht, hat ein Problem.

Die aus der Zeit der Aufklärung stammende Devise „Liberté, Egalité, Fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) wurde während der französischen Revolution zum ersten Mal beschworen. Oft in Frage gestellt, hat sie sich schließlich während der III. Republik durchgesetzt. Sie ist in der Verfassung von 1958 verankert und gehört heutzutage zum französischen nationalen Kulturgut.

Quelle: Gouv.fr

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Frankreich reagiert: Hunderttausende für unsere Werte

Nachdem heute hunderttausende auf den Straßen Frankreichs für die liberalen Wert standen, identifizierte die französische Polizei 80 Posts in sozialen Netzwerken, die positiv auf den Anschlag reagiert haben.

Update 18.10. um 18:56 Uhr – Am Nachmittag versammelten sich hunderte Menschen, um dem Lehrer zu gedenken. Währenddessen gibt es neue Schlagzeilen. Nachdem der Attentäter von der Polizei kurz nach der Tat umgebracht wurde, soll es jetzt eine zweite Festnahme in Paris gegeben haben.

Tatort: Conflans-Sainte-Honorine

Lage in Paris:

Stadtteil im Fokus:

Terror-Gefahr in Frankreich: Nach Charlie Hebdo

Das Risiko von Terroranschlägen in Frankreich ist nach wie vor extrem hoch, sagte der Innenminister am Montag und fügte hinzu, dass mehr als 8.000 Menschen auf einer nationalen Warnliste für islamistische Radikalisierung stünden. Die Äußerungen von Innenminister Gerald Darmanin kamen zwei Tage vor der Verhandlung von 14 Personen, die wegen angeblicher Beteiligung an Anschlägen im Januar 2015 vor Gericht gestellt werden sollen, darunter auch über die Wochenzeitung Charlie Hebdo, die eine Welle militanter Streiks in Frankreich ankündigte. Er sagte, dass 8.132 Personen in der französischen Datenbank mutmaßlicher islamistischer Radikaler, die als potenzielle Sicherheitsbedrohung betrachtet werden, registriert worden seien.

Der erneute Angriff zeigt, wie sensibel solch religiöse Attentäter reagieren und vor allem, wie sie schon zuhause, von den Eltern „unterrichtet“ werden. Der Vater des Jungen brauchte wohl den finalen Anstoß mit seiner Hetze, so der aktuelle Ermittlungsstand.

Liste der Terror Anschläge (Quelle: BBC)

Quelle: BBC

Anschläge im Jahr 2012

11.-22. März, Toulouse und Montauban

Der Schütze Mohammed Merah, 23, französischer Staatsbürger algerischer Abstammung, tötete am 11. und 15. März drei Soldaten, bevor er am 19. März drei Kinder und einen Lehrer an einer jüdischen Schule erschoss. Er wurde schließlich am 22. März während einer langwierigen Polizeibelagerung in seiner Wohnung in Toulouse getötet.

Anschläge im Jahr 2013

23. Mai, La Defense, Paris

Ein französischer Soldat wurde von einem Konvertiten zum Islam, Alexandre Dhaussy, in den Hals gestochen. Der Soldat überlebte.

Anschläge im Jahr 2014

20. Dezember, Joue-les-Tours

Ein in Burundi geborener Franzose griff drei Polizeibeamte mit einem Messer an und rief auf Arabisch „Gott ist groß!“. Er wurde von der Polizei erschossen.

21. Dezember, Dijon

Ein Fahrer, der auf Arabisch „Gott ist groß!“ rief, überfuhr Fußgänger in Dijon, Ostfrankreich, und verletzte dabei 11 Menschen.

22. Dezember, Nantes

Ein Fahrer, der „Gott ist groß“ auf Arabisch rief, überfuhr Fußgänger: Auf einem Weihnachtsmarkt in Westfrankreich wurden 10 Menschen verletzt, als ein Lieferwagen in Fußgänger fuhr, bevor der Fahrer einen Selbstmordversuch unternahm.

Anschläge im Jahr 2015

7.-9. Januar, Charlie-Hebdo-Büros und Hypercacher-Supermarkt, Paris

Die Brüder Said und Cherif Kouachi griffen die Büros der französischen Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris an und töteten 12 Menschen, darunter den Herausgeber und gefeierte Karikaturisten. Am folgenden Tag wurde eine Polizistin von Amedy Coulibaly ermordet, der daraufhin einen jüdischen Supermarkt überfiel und vier Menschen tötete. Die Brüder Kouachi und Coulibaly wurden alle nach getrennten Geiselnahmen mit der Polizei getötet.

3. Februar, Nizza

Ein Mann mit einem Messer griff drei Soldaten an, die vor einem jüdischen Gemeindezentrum in Nizza patrouillierten, und verwundete sie. Der Angreifer wurde als Moussa Coulibaly bezeichnet, ein Malier ohne offensichtliche Verbindung zu dem gleichnamigen Pariser Schützen.

19. April, Villejuif, Paris: Sid Ahmed Ghlam, ein 24-jähriger algerischer Staatsangehöriger, wurde von der Polizei verhaftet, nachdem er sich anscheinend versehentlich erschossen hatte. Die Ermittler glauben, dass er Angriffe auf „ein oder zwei Kirchen“ in den Pariser Vorstädten plante. Er wurde wegen Terroranschlägen und des Mordes an einer Frau, die in einem brennenden Auto gefunden wurde, angeklagt.

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26. Juni, Saint-Quentin-Fallavier

In einer Fabrik in der Nähe von Lyon wurde ein Mann enthauptet und mehrere andere verletzt aufgefunden. Mehrere Explosionen wurden gehört, und einer der Verdächtigen wurde von der Polizei festgenommen. Der französische Präsident Francois Hollande hat es als Terroranschlag bezeichnet.

21. August, Oignies

In einem zwischen Amsterdam und Paris verkehrenden Hochgeschwindigkeitszug wurde eine Massenerschießung abgewendet, als ein mit einer automatischen Pistole und einem Kistenschneider bewaffneter Fahrgast von sechs Passagieren überwältigt wurde. Bei dem Kampf, der sich auf einem Gleisabschnitt in Nordfrankreich abspielte, wurden drei Personen verletzt.

13.-14. November, Paris

Scharfschützen und Selbstmordattentäter trafen fast gleichzeitig eine Konzerthalle, ein großes Stadion, Restaurants und Bars – und hinterließen 130 Tote und Hunderte Verletzte. Der tödlichste Angriff der Nacht erfolgte an einem Konzertort auf dem Boulevard Voltaire, wo die kalifornische Rockgruppe Eagles of Death Metal spielte. Neununundachtzig Menschen starben, als die Männer Sturmgewehre vom Kalaschnikow-Typ in die Menge feuerten.

Anschläge im Jahr 2016

1. Januar, Valence

Im Südosten Frankreichs wurde ein Mann erschossen, nachdem er Berichten zufolge vier Soldaten, die eine Moschee bewachten, mit einem Auto angefahren hatte. Einer der Soldaten wurde verletzt, und eine verirrte Kugel traf einen älteren Passanten in die Wade.

7. Januar, Paris

Ein Mann, der anscheinend am Jahrestag der Anschläge von Charlie Hebdo eine Polizeistation angreifen wollte, wurde von der Polizei erschossen. Der Verdächtige trug ein Fleischbeil und eine Selbstmordweste als Attrappe.

13. Juni, Magnanville

Ein französischer Polizeikommandant und sein Partner wurden in ihrem Haus westlich von Paris von einem Mann erstochen, der sich zum sogenannten Islamischen Staat (IS) bekennt. Ihr dreijähriger Sohn überlebte. Der Angreifer wurde bei einem Polizeiüberfall auf das Haus getötet.

14. Juli, Nizza

Mindestens 84 Menschen wurden getötet, darunter auch Kinder, nachdem ein Lastwagen durch eine Menschenmenge gerast war, die in der südfranzösischen Stadt Nizza den Tag der Bastille feierte. Der Fahrer pflügte gegen 23.00 Uhr Ortszeit auf der Promenade des Anglais 2 km weiter, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Zeugen sagten aus, dass der rasende Lastwagen in einem offensichtlichen Versuch, mehr Menschen zu treffen, auswich und im Zickzack fuhr.

26. Juli, Saint-Etienne-du-Rouvray

Ein Priester wurde bei einem Angriff zweier bewaffneter Männer auf eine Kirche in einem Vorort von Rouen in Nordfrankreich getötet. Die Angreifer drangen während der Messe in die Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray ein und nahmen den Priester, Pater Jacques Hamel, 84, und vier weitere Personen als Geiseln, bevor sie von der Polizei erschossen wurden. Präsident Hollande sagte, die Männer behaupteten, aus dem IS zu stammen.

Zahlen und Fakten: Terror Statistiken

Würdest du dich trauen Mohammed Karikaturen zu zeigen? Würde ich es mich trauen? Nein. Lassen wir deshalb, nach der „Anschlag-Liste Frankreich“ lieber weitere Zahlen und Fakten sprechen. Willkommen in den neuen 20er Jahren. Eine Welt, in der wir 100% tolerant sein müssen, von Burka bis Mohammed Karikaturen. Ist das wirklich das Weltbild, was wir für unsere Zukunft wollten?

Wie viele Terror Attacken gibt es im Jahr?

Die Anzahl der Terror-Attacken weltweit steigt seit Jahren im Median:

Statistic: Number of fatalities due to terrorist attacks worldwide between 2006 and 2018 | Statista

Wo findet der meiste Terror statt?

Tatsächlich ist es nicht Europa, vor allem leiden Ländern im Nahen Osten und Afrika.

Statistic: Number of terrorist attacks in 2018, by country | Statista

Terror: Top 50 Länder weltweit

Hier siehst du noch einmal den „Global terrorism index 2019“ (aktuellste Erhebung).

Statistic: Global terrorism index 2019, top 50 countries | Statista
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